Sonntag, 01.12.2013 

 

 

 

   

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Wir sind am Cabo Sardao (GPS: 37.598108,-8.816206) und es ist 1. Advent!

Euch allen einen schönen 1. Advent mit lieben Grüßen aus der Ferne!!

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 18.12.2013

 

Seit gut 2 Wochen sind wir bereits in der Algarve... Es ist traumhaft hier! Auch haben wir viel Glück

mit dem Wetter: die gesamte Zeit scheint die Sonne, es ist so warm, wie ich es nie erwartet hätte!

Bis auf ein, zwei Nächte, wo es unter 10°C war, haben wir nicht geheizt. Am Tage sind es gut und

gerne 25°C.

Man möchte fast ins Wasser springen, aber das Wasser ist doch ziemlich kalt und teilweise sehr tückisch.

Bis jetzt habe ich es lieber gelassen. Aber so ganz ist das Thema noch nicht vom Tisch!

 

Wir fahren also am 01.12. vom Cabo Sardao weg und landen nach einer schotterigen Abkürzung und

nur 20 km später hier:

 

Carvalhal (GPS: 37.500364,-8.790843) - eine einsame Bucht... Wir treffen zwei WoMo-Leute, die

weiter nach Marokko wollen, mit ihrem Hund wieder. Eine der netteren Begegnungen ;-) 

Wohnmobilisten können nämlich ganz schön ... sein. Tssst!

Hier sammeln wir wilden Rosmarin, lesen und ...? Natürlich, wir lassen es uns gut gehen!

Leider geht unsere französische Gasflasche über Nacht leer. Seit dem 16.10. hat sie gehalten - nicht

schlecht!

Inwieweit die deutsche Gasflasche mittlerweile leer ist bzw. wie voll sie noch ist, kann ich kaum

schätzen. 2 Wochen haben wir mit ihr gekocht, das Heizen hatten wir versucht, uns zu verkneifen,

obwohl es in Amsterdam sooo kalt war!!

Jedenfalls benötigen wir eine neue Flasche. Dies stellt sich als ziemliches Problem hier in Portugal

dar. Ich hatte mich vorher im Internet belesen und nicht bemerkt, dass es problematisch werden

könnte. Überall liest man, portugisische Flaschen kann man mit Euro-Adapter-Set anschließen. Das

funktioniert aber anscheinend nicht. Wir fahren erstmal weiter... Noch ist ja was in der deutschen

Flasche... 

 

 

Carvalhal

 

 

Carvalhal

 

 

Da wir dringend Frischwasser benötigen und auch mal wieder Wäsche waschen müssen, mieten wir

uns vom 2.-3.12. auf einem Campingplatz nahe Aljezur ein.

Eine Maschine wird angeschmissen, der Rest mit Hand gewaschen:

 

Edda und ich haben Spaß beim Wäschewaschen!

Über Nacht trocknet alles vorm Wohnmobil auf der Leine.

Wir fahren dann noch nach Aljezur einkaufen und Tankstellen nach ner Gasflasche abklappern, aber

haben dabei keinen Erfolg.

Wir finden eine Post, verschicken ein paar Familien-Weihnachtspäckchen, trinken in einem kleinen

Straßencafé Kaffee und schreiben Karten. Es gefällt uns hier sehr. Klein, fein... Einheimische, die

mittags ihren Espresso hier trinken und herrlich palavern...

 

Irgendwann wollen wir aber wieder ans Wasser und fahren Richtung Praia de Monte Clerigo. Hier

können wir auch gut stehen und bleiben die Nacht über. Im Wohnmobil sind 30°C!!

Der Blick vom Wohnmobil:

 

Praia de Monte Clerigo (GPS: 37.34018,-8.85205)

 

am nächsten Morgen vorm Wohnmobil

 

 

am Strand von Monte Clerigo warten die 4 augenscheinlich auf ihre Herrchen/Frauchen, die im

Wasser vom Surfen nicht genug bekommen können

 

 

wir selbst relaxen in der Sonne, lesen, machen Nickerchen...

 

 

Am 4.12. fahren wir dann weiter. Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir am Cabo Pontal an.

Außer uns steht nur ein Holländer hier oben. Es ist traumhaft! Stühle raus und schnell ne Suppe

gegessen, bevor es dunkel wird:

Cabo Pontal (GPS: 37.196871,-8.907962)

 

Der Holländer kommt zu uns rüber und meint, er hätte gesehen, dass unser rechtes Bremslicht nicht

geht und fragt, ob ich Ersatzglühbirnen bei habe. Ich: "Nein. Dann werd ich wohl mal an einer

Tankstelle oder Werkstatt vorbeifahren müssen und mir welche besorgen." Er: "Warte, ich komme

gleich wieder." Er geht zu seinem Wohnmobil und kommt mit Werkzeug und Glühlampen zurück. Wir

essen unsere Suppe und er schraubt den Lampendeckel ab. Dann setz ich mich ins Auto, bremse, er

wechselt die Lampe, schraubt alles wieder dran und geht mit einem Lächeln...

Unser Dankeschönbier wollte er nicht. Er wollte sich nur ein Sternchen auf der Positivseite im Himmel

erarbeiten...

 

 

Ein Foto, das Edda im untergehenden Sonnenlicht von mir gemacht hat - wegen der Sommersprossen...

 

 

 

 

 

Später dann gehen wir wie so oft raus und gucken in die Nacht. Es ist so überwältigend hier oben!

Millionen von Sterne leuchten über uns und der zaghaft zunehmende Mond wacht über uns:

 

 

 

 

 

 

Am 5.12. geht es dann weiter eine Schotterpiste entlang immer oberhalb der Klippen. Zwischendurch

eröffnen sich wundervolle Blicke:

 

 

 

Auf dem Weg Richtung Sagres (Süd-West-Spitze Portugals) kommen wir in Vila do Bispo vorbei. Hier

ist ein Flohmarkt, über den wir (Edda) natürlich unbedingt mal kurz rübergehen müssen. Eine Jacke

für Edda springt bei raus.

Als wir weiterfahren, auf der Suche nach einem schönen Strand, kommen wir hier vorbei:

 

wir dachten, das wär doch was für unsere Freunde, oder? Ist doch ein Schmuckstück!

 

 

Angekommen in Sagres suchen wir den Strand auf. Kochen uns vorher noch Pimentos, eine unserer

neuen Lieblingsspeisen: kleine grüne milde Paprikaschoten mit Öl und Knoblauch anbraten, dazu

Kartoffen. Lecker!

Vollgefuttert (wie wir hier meistens sind :-) gehen wir an den Strand. Wir sind (auch wie hier

meistens) fast allein.

Und: ich kann mich nicht erinnern, so viel Zeit am Stück in so viel Sonne verbracht zu haben!!

Die Haut ist abends noch lange wohlig warm von der Sonne. Und das Anfang Dezember.

Am Strand (im Hintergrund der Leutturm von Cabo de Sao Vicente):

 

 

 

 

 

zwei glückliche Menschen

 

 

Hier bleiben wir für die Nacht auf dem großen Parkplatz in Sagres (GPS: 37.005072,-8.945167). Zum

ersten Mal sehe ich hier in Portugal Verbotsschilder für übernachtende Caranvans, so dass uns nicht

viel übrig bleibt, als auf diesem großen Platz, der auch offizieller Stellplatz ist, zu übernachten.

Nicht schön der Platz und für unseren Geschmack zu viele Wohnmobile :-), aber für eine Nacht ok.

Am nächsten Tag entscheiden wir, dass wir uns hier einen Campingplatz suchen, zu dem wir in den

kommenden zwei Wochen Post schicken lassen können. Unser Problem (neben immer noch der leeren Gasflasche) ist nämlich, dass wir nichts oder fast nichts mehr zu lesen haben. Daher machen wir das

mit der Postanschrift auf dem Campingplatz klar und schicken ne Rundmail an Freunde, mit der Bitte,

uns doch ein paar Bücher zu schicken. Uns ist schon jetzt klar, dass wir uns hier in der Ecke länger

aufhalten werden, so schön ist es.

 

Vom 6.-8.12. bleiben wir dann am Praia de Ingrina (GPS: 37.046854,-8.880528), eine kleine Bucht,

umgeben von flacheren Felsen. Hier stehen auch einige Wohnmobile, aber verteilter und versteckter.

Es ist grün um uns. Überall wachsen Thymian, Rosmarin und andere Kräuter wild. Es duftet herrlich.

Wir finden einen neuen tierischen Freund: die Hündin unserer Wohnmobilnachbarin ist total versessen

darauf, mit uns und unserer gefundenen Frisbeescheibe zu spielen.

Als ich später auf der Decke liegen und lese, legt sie sich wie selbstverständlich zu mir und schlummert

einen weg. Hier ist es schön!

 

Am 8.12. fahren wir weiter Richtung Osten, immer auf der Suche nach einem schönen Stellplatz oder

einem schönen Strand, wo man gut nächtigen könnte. Einige Plätze fallen gleich aus: zu groß, zu viele

WoMos...

Auf dem Weg fahren wir an der Ponta da Piedade vorbei. Eine Feldformation, die auf vielen Postkarten

zu sehen ist. Lagos ist nah und wir entscheiden, auch weil wir Hunger und mal wieder auf Essen gehen

Lust haben, dort mal anzuhalten.

Leider wirds nur ein mittelmäßiges Essen in einer englischen Kneipe. Naja, wir fahren weiter, es ist

schon 16:30 Uhr, zum nächsten Stellplatz. Laut Chantall in 32 km Entfernung.

Als wir hier ca. 17:15 Uhr ankommen, geht gerade die Sonne unter. Ein toller Anblick:

 

Praia de Marina (GPS: 37.091027,-8.413188)

 

 

Wir wissen noch nicht, dass wir diesen Platz insgeheim zum Lieblingsplatz erküren und insgesamt eine gute Woche (und mehr) hier sein werden...

 

 

am nächsten Tag

 

 

Jaaaaa! Hier wollen wir sein!

 

 

Edda am Strand

 

 

am 12.12. ist es zugezogen und hat starke Wellen. Der Strand ist nicht begehbar...

Aber so ein bißchen am Rand gucken und fotografieren geht..

 

 

nach den Wellen: freigespülter Bogen im Felsen

 

 

so sehen die Felsen hier auch aus...

 

 

13.12.13 - Praia de Marina

 

 

13.12.13 - Praia de Marina

 

 

13.12.13 - Praia de Marina

 

 

13.12.13 - Praia de Marina, oben links im Bild: Edda

 

 

13.12.13 - Praia de Marina

 

 

auch deshalb fühlen wir uns hier wohl: 3 Katzen, die uns morgens als erste begrüßen

 

 

15.12.13 - Praia de Marina

 

 

15.12.13 - Praia de Marina

 

 

15.12.13 - Praia de Marina

 

 

15.12.13 - Praia de Marina

 

 

 

Zwischendurch fahren wir Richtung Osten, genauer gesagt Richtung Spanien, da wir wirklich denken,

wir müssen uns dort erstmal ne spanische Gasflasche besorgen.

Unterwegs erzählte uns allerdings ein Mann, dass es in Boliqueme eine Autowerkstatt gibt, die

Gasflaschen befüllt.

Das Problem war, wir wußten nicht, wie man den Namen der Stadt schreibt, aber wir waren schon

wieder unterwegs...

Irgendwann taucht dann Boliqueme vor uns auf und wir finden auch die Werkstatt sofort, aber das

Autogas ist alle. Also eine Nacht in Quarteira am Meer übernachten (GPS: 37.071367,-8.113092: kein

 schöner Platz) und am nächsten Tag wieder nach Boliqueme. Tatsächlich befüllt er einfach die

deutsche Flasche. Er hat Adapter und alles geht gut! Ich dachte, das wäre verboten.

Wie auch immer, die deutsche Flasche war noch halb voll und für 11 Liter bezahlen wir 8 Euro.

Glücklich fahren danach also wieder zu unserem "Lieblingsplatz".

 

Wir bleiben dann vom 11.-16.12. hier. Am Tage: am Strand sein - mit riesigen Wellen, Wacholder (der hier überall wild auf den Klippen wächst) sammeln für Gulasch. Nachts: aus dem Wohnmobil gucken, denken,

es hätte geschneit, da der Platz vom Mondschein hell angeleuchtet ist. Rausgehen und vergewissern, dass

kein Schnee liegt. Kleine Freudentänze im Mondschein veranstalten.

 

Leider wurde dieser (relativ kleine) Platz zum Wochenende von so vielen Wohnmobilen bevölkert, dass

wir am 16.12. dann nicht mehr bleiben wollen. Zu viel Trubel, zu viel Wichtiggetue einzelner...

Wir wollen Einsamkeit und Ruhe.

Also fahren wir hier weg, aber nur eine Bucht weiter: Praia da Albandaeira... Eine ganz kleine Bucht.

Außer uns nur ein kleines Wohnmobil mit einem Mann. Hier haben wir das Gefühl, wieder durchatmen

zu können.

 

Frühmorgens:

 

hier durchgehen und dann das sehen:

 

(leider nur Handybilder...)

 

 

Auf dem Weg hier zu diesem Strand kommen wir an einem Spa-Resort-Hotel vorbei. Da wir beide Lust

auf Sauna und Schwimmbad haben, halten wir dann beim Weiterfahren hier an und fragten, ob das

möglich sei.

Nette Menschen führen uns durch den Wellnessbereich, erklären uns alles, wir schauen uns das Gelände an und finden es großartig!! Hier kommen wir wieder her und werden berichten.

 

Weiter geht es dann nach Alvor. Also wieder Richtung Westen. Wir brauchen eine Post und haben Lust

auf eine kleine Stadt. Wir werden nicht enttäuscht. Ein wirklich netter Ort mit kleinen Geschäften und

Restaurants! Nicht so touristisch wie andere Städte hier.

Wir gehen im Casa do Rio am Fischerhafen essen und sind mehr als zufrieden mit allem: dem Essen,

der Bedienung, dem Ausblick! Gegrillte Sardinen, gegrillte Tintenfische, vorher Knoblauchbrot, ein weißer

Portwein, ein Kaffee, zwei Espresso für 22,75 €. Und wie gesagt: wir haben uns hier sehr wohl gefühlt!

Das war großartig:

 

 

 

 

 

Sehr zufrieden fahren wir kurz vor 16 Uhr ab, um einen Schlafplatz zu finden.

Diesen finden wir am Praia do Molhe (GPS: 37.10987,-8.51910). Der Platz ist sehr schräg, aber in einer

Ecke stehen wir halbwegs gerade und bleiben. Nicht besonders schön der Platz, aber für die Nacht war es

ok. Am Morgen dann der Blick auf (das ziemlich häßliche, aber im Morgengrauen nett anzusehende)

Portimao:

 

 

 

Am Vortag musste ich auf dem Weg hierher feststellen, dass die Blinker nicht mehr funktionieren.

Wir müssen uns also heute eine Werkstatt suchen, die uns hilft.

Ich selbst habe zwei Sicherungen, die ich dachte entbehren zu können (ABS+Heckheizung, die ich nicht

habe), ausgebaut und umgesteckt, aber natürlich gingen sie auch gleich durch. Also musste das Problem

hierfür noch gefunden werden.

Auf dem Weg zu Werkstatt, die wir in Lagoa finden, geht dann auch die Tank- und die Temperaturanzeige

nicht mehr. Naja, vielleicht waren die ausgebauten Sicherungen doch nicht für ABS und Heckheizung...

In der Werkstatt kommt ein nur portugisisch sprechender Mann, ein auch etwas englisch sprechender Mann

und eine etwas mehr englisch sprechende Frau zum Übersetzen mit zum Auto...

Sie finden dann ziemlich schnell den Fehler, ersetzen die defekten Sicherungen, haben aber im Motorraum

ein Kabel abgezogen, das, wie sie meinen, für die Warmluftzufuhr im Innenraum zuständig ist.

Na gut, so kalt ist es hier nicht, dass wir die Heizung beim Fahren anmachen müssten ;-)

Auf jeden Fall soll das Kabel lieber abbleiben, denn es wäre sonst gefährtlich. Ich habe die kleine Rauch-

wolke gesehen, als ich Ihnen über die Schulter sah...

Also, ohne Auto-Heizung, aber wieder mit Blinker, Tank- und Temperaturanzeige geht es weiter.

 

Danach dann, heute also, am 18.12.13, sind wir wieder hier - Praia de Marina. Es hat sich so ergeben. Zweimal haben wir nun diesen Ort nach kurzen Abstechern woanders hin wieder aufgesucht. Heute also ein drittes Mal.

 

Das erste, was heute hier passiert, als wir um 13 Uhr ankommen: drei junge Katzen kommen auf uns zugelaufen, die uns anscheinend sehnsüchtig erwartet haben!

 

 

 

So, ihr Lieben, da der nächste Eintrag wohl eher in 2014 erst geschehen wird, wünschen wir euch schon jetzt

angenehme Weihnachtsfeiertage und einen guten Übergang ins kommende Jahr!

 

 

 

unsere Route von Cabo Sardao nach Cavoeiro (Praia de Marinha) (ca. 350 km):