Freitag, 04.10.2013 

 

 

 

   

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Heute nun endlich sind Edda und ich zu unserer "großen Reise" aufgebrochen!

Auf unserer ersten Station sind wir in Magdeburg gelandet, nur ca. 120 km von Potsdam entfernt.

 

Langsam sind wir es angegangen und erst gegen 11 Uhr zu Clive losgefahren. Dort noch alles Restliche im Wohnmobil verstaut, noch einen Kaffee getrunken, noch eine Zigarette geraucht, noch etwas gegessen, noch einen Espresso getrunken, noch eine Zigarette geraucht... Naja, bis man so loskommt...

 

Ich glaube, es war dann tatsächlich schon nach 15 Uhr, als wir bei Clive vom Hof fuhren. Erstmal Richtung Tankstelle: Reifendruck noch einmal überprüfen! Tanken. Dann weiter Richtung Göhlsdorf, um das Wohnmobil zu wiegen. Das lag mir besonders am Herzen, um auszuschließen, dass wir überladen sind :-).

Diese kleine Tour von Glindow nach Göhlsdorf war schon abenteuerlich: Feldwege mit Kuhlen und Löchern... Keine Ahnung, wie andere LKWs diesen Erdumschlageplatz erreichen. Wir jedenfalls über Stock und Stein.

Etwas Gutes hatte es: wir merkten sofort alles, was es noch anders zu lagern bzw. zu befestigen galt, um unnötiges Klappern in den Schränken zu vermeiden.

Jedenfalls kamen wir dann irgendwann an: Plötziner Erden! Dort auf die LKW-Waage und: 3.120 kg! 80 kg unter zulässigem Gesamtgewicht. Also: alles bestens.

Navi eingeschaltet und erstmal den am nahesten gelegenen Stellplatz bei Magdeburg ausgewählt, denn mittlerweile war es 16:45 Uhr und wir wussten, da wir keine Autobahn fahren wollen, dass wir nicht viel weiter kommen würden.

 

Unterwegs herrlichstes Reisewetter:

 

 

Gegen 18:45 Uhr Ankunft in Magdeburg! Am Elbufer-Stellplatz sind die Poller oben, wir entscheiden uns erstmal für den Parkplatz direkt daneben. Dabei bleibts auch. Wahrscheinlich hätten wir nur Geld einwerfen müssen und hätten Durchfahrt zum Stellplatz gehabt, aber wir sind zu relaxt und andererseits zu aufgeregt, um und schlau zu machen und bleiben einfach auf dem Parkplatz

 

unsere heutige Strecke (ca. 140 km)

Glindow-Magdeburg (GPS: 52.133686,11.648619):

 


 

 

Gegen Mitternacht fährt ein Mercedes-Kombi vor: alle Türen auf, türkische Musik an und fünf (halbwüchsige) Frauen tanzen dreimal hintereinander zu dem gleichen Lied, haben Spaß. Dann: alle einsteigen, Türen zu, ab fährt der Mercedes von Papa... Ich dachte schon, Edda springt aus dem Bett, geht raus und tanzt mit! Aber sie hat es sich dann doch anders überlegt.

 

 

Samstag, 05.10.2013

 

Früh werde ich wach und sehe einen herrlich rot gefärbten Himmel:

 

Etwas später dann der erste Kaffee am Elbufer und da steht er: 

 

Ich glaube gegen 11 Uhr - fahren wir dann los. Vorher noch die Toilette entsorgt und weiter Richtung Westen!

Nach anderhalb Stunden fängt es an zu regnen. Wir entdecken einen Supermarkt und kaufen erstmal ein, kochen nett auf dem Parkplatz und machen einen Lese- und Ausruhtag daraus. Ich schreibe an der Webseite, Edda schläft...

 

Unser Mittagessen:

 

 

 

und ich beim Kochen :-)

 

 

Amsterdam wird noch auf uns warten müssen... Im Regen fahren macht weniger Spaß und somit lassen wir erstmal die Regenfront vorbeiziehen und  entspannen...

 

unsere heutige Fahrstrecke (ca. 50 km)
Stellplatz Magdeburg (GPS: 52.133686,11.648619)-Hedersleben Supermarkt (GPS: 51.854983,11.253572):

 


 

[Stephanie]

 

 

 

 

Sonntag, 06.10.2013

 

Zum Frühstück die erste geschenkte CD von Lutz und Ellen eingeworfen... Es geht uns gut! Vielen lieben Dank für wunderbare Musik! Lautes Gelächter bei "ding, dang, dong"... - "Das Hausboot". Herrlich!

 

 

 

Wir fahren nach dem Frühstück weiter Richtung Salzgitter. Nach ca. 100 km kommen wir am Stellplatz am Salzgitter See an und machen erstmal Mittag: Kartoffelsuppe von Tine. Dann noch Kaffeetrinken am See und weiter gehts Richtung Rinteln, zum Stellplatz an der Weser. Nach 100 km kommen wir hier gegen 16 Uhr an, stehen direkt an der Weser. Unvorstellbar, dass hier vor einiger Zeit alles unter Wasser stand!

 

 

unsere heutige Wegstrecke (ca. 200 km)

Hedersleben Supermarkt (GPS: 51.854983,11.253572)-über Stellplatz Salzgittersee

(GPS: 52.152898,10.315014)-Stellplatz Rinteln (GPS: 52.192325,9.078484):

 


 

 

 

unser Glücksbringer und Schutzengel Tara: - vielen Dank, Barbara!!

 

 

 

 

[Stephanie]

 

 

 

 

 

 

Montag, 07.10.2013

 

Unser Stellplatz in Rinteln:

 

 

Wir entscheiden uns nach dem Frühstück, nicht gleich weiterzufahren, sondern noch eine weitere Nacht hierzubleiben. Ich bestelle noch ein Buch in der Buchhandlung, welches ich am nächsten Morgen abholen kann und so machen wir es uns hier gemütlich. Das Wetter ist schön. Wir sitzen abends und morgens draußen...

 

Abends am Marktplatz in Rinteln: 

 

 

 

 

Wir trinken unser erstes Bier und nach einiger Zeit:

"Ähhh, sag mal, ist das Glas krumm oder spinn ich?"

 

Wir entscheiden, dass ersteres nur stimmen kann und lassen den Tag gemütlich ausklingen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

Dienstag, 08.10.2013

 

Am Morgen gehen wir wieder in die Altstadt, wobei diese Wortwahl wirklich angebracht ist: viele alte und gebrechliche Menschen gibt es hier... Auch in manch anderer Hinsicht scheint diese Stadt eher in einer anderen Zeitrechnung zu leben:

- Exclusive Mode aus Paris, London u. Mailand -  nett!! :-)

 

 

 

 

Wir frühstücken draußen auf dem Marktplatz, lesen und ziehen dann langsam weiter... Schließlich wollen wir ja irgendwann mal in Amsterdam ankommen!

Unser nächstes Ziel soll sein: Schüttorf in der Nähe von Rheine, kurz vor der holländischen Grenze. Diesen Stellplatz kenne ich nicht, habe ihn kurzfristig rausgesucht, da es zum Durchfahren bis Amsterdam eindeutig zu weit ist für uns.

 

Unterwegs durchfahren wir Osnabrück:

Damit liebe Grüße an Heike!!!

 

 

 

Nach einer langen Fahrzeit von bestimmt 4 Stunden kommen wir gegen 17:30 Uhr dort an: ein großer Festplatz, nicht schön - gerade beginnen Aufbauarbeiten für einen Rummel -, aber wir sind müde und wollen nicht mehr fahren. Ich bin breit und will erstmal einen Whisky!!

Auch hier fließt direkt hinter dem Stellplatz ein Fluß entlang: die Vechte. Wir machen noch einen kleinen Abendspaziergang auf dem Deich und gehen dann schon bald zu Bett.

unsere heutige Wegstrecke (ca. 150 km)
Stellplatz Rinteln (GPS: 52.192325,9.078484)-Stellplatz Schüttorf (GPS: 52.321232,7.225988):



 

 

Mittwoch, 09.10.2013

Nachts - Zitat Edda-: "Mord und Totschlag" um uns herum. Blaulicht, kreischende, rufende Männer, die vor irgendwas, wir schätzen der Polizei, weglaufen... Kurz danach wieder Ruhe... Ich guck noch mal aus dem Fenster, ob die Lage tatsächlich ruhig ist, stelle fest, dass sich zu uns noch ein Wohnmobil gesellt hat und gehe beruhigt ins Bett.

 

Am nächsten Morgen regnet es erstmal wieder :-( Aber bis wir losfahren, klart es etwas auf und unterwegs dann - bereits in Holland - scheint die Sonne:

 

 

Es fährt sich super durch Holland und wir erreichen auch tatsächlich Amsterdam. Chantal führt uns einmal quer durch Amsterdam, so dass wir bereits einen kurzen Einblick von unserem "rollenden Hochsitz" erhaschen.

Unser Stellplatz liegt etwas außerhalb am Lutkemeerweg bei einem Bauern auf dem Hof (hinten links ist unser Wohnmobil zu sehen):

 

 

Blick aus dem Wohnmobil auf das Haus der Gastgeber bzw. deren Scheune:

 

 

Wir kochen, d. h. Edda kocht:

 

 

 

Dann: ein Kreischen draußen... kurz darauf glotzen zwei mit an die Scheibe gepresster Nase raus in die Dämmerung... Es fliegen Tiere vorbei, aber welche? - Edda: "Schwäne?"

Wir beide gleichzeitig: "äh, schwarze...?" "Nee!" Uneinig über die Vogelart beruhigen wir uns wieder und legen fest, dass es wohl Gänse gewesen sind, deren Farbe sich nicht eindeutig feststellen lassen konnte.

 

Am nächsten Morgen wird die Sache klarer:

 

Wir sind umzingelt von Gänsen, die hier mit lautem Getöse starten und landen. Der ganze Acker vor unserem Wohnmobil ist voll. - Wenn das nichts für uns ist!!

Noch ein Blick aus dem Dachfenster:

 

 

 

 

 

unsere heutige Wegstrecke (ca. 200 km)

Stellplatz Schüttorf (GPS: 52.321232,7.225988)-Stellplatz Lutkemeerweg, Holland (GPS: 52.363611,4.772492):

 

 


 

 

 

Donnerstag, 10.10.2013

 

Wir stehen auf und es ist kalt: 6,5 °C draußen, im Wohnmobil nicht viel wärmer. Nach einer Weile

 erreichen die ersten Sonnenstrahlen das Wohnmobil und es wird angenehmer.

 

 

 

 

 

 

Sonniges Frühstück mit Kalles aus Schweden und eingemummelt in Decke!

Danach gehts zu Fuß zur Tram 1, mit der wir in die City von Amsterdam fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben Riesenglück mit dem Wetter (wie wir jetzt wissen), denn es scheint den ganzen Tag die Sonne.

Eine Stadt voller Menschen, Fahrräder, Roller und ... natürlich Wasser!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amsterdam gefällt uns gut! Eine Stadt - stilvoll und weltoffen. Hier leben Menschen 170 verschiedener Nationen... Edda kriegt bei fast jedem Schaufenster - egal ob Friseur, Optiker, Boutique oder Privatwohnung - einen unwiderstehlichen Drang, den Laden zu stürmen und leerzuräumen... Alles ist wunderschön geschmackvoll ausgestattet. Sachen, die man bei uns auf Flohmärkten kaum noch findet, sind hier in allgegenwärtig. Und natürlich: Pflanzen... Überall vor den Häusern kleine Anpflanzungen in Kübeln. Und dabei sieht hier alles natürlich und nicht ganz perfekt aus, und doch gekonnt.

 

 

Am Bahnhof dann trafen wir auf Vögel! Und, ihr könnt es euch denken, v. a. Katrin und Sandra, Edda war nicht zu bremsen... Reservekekse wurden hervorgekramt und in die Masse geworfen!

 Wir denken ja, es waren Stare, aber sicher sind wir uns nicht. Vielleicht können uns unsere ornithologisch angehauchten Freunde, Ingo und Kerstin etwas dazu schreiben? Seht selber:

 

 

 

 

 

Freitag, 11.10.2013

 

Regen, Regen, Regen!!! Amsterdam ist umgeben von dunklem Himmel und feuchter Briese... Wir bleiben im Wohnmobil, rätseln, lesen und warten, stoisch wie ein Reiher im Regen auf seine Beute, auf Sonne!

[Stephanie]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 12.10.2013

 

Nachdem wir den ganzen Freitag im Wohnmobil verbracht haben, zuckelten wir nun heute einfach nochmal nach Amsterdam rein. Wir wollten dem Regen trotzen und uns noch andere Gegenden Amsterdams ansehen.

Der Himmel meinte es gut mit uns, wir blieben trocken und es war tatsächlich noch ein weiterer schöner Tag hier in Amsterdam. Wir waren natürlich auf den "schwimmenden Blumenmärkten" und auf dem Albert-Cuyp-Markt - ein Markt mit über 400 Ständen die Straße entlang! Ein Kaffee zwischendurch, etwas Gemüse vom Markt einkaufen, einen kleinen Happen essen, Ansichtskarten schreiben (Heidi: hat Hutti Edda's Karte bekommen?) und so weiter... Hier noch ein paar Eindrücke von Amsterdam:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 13.10.2013

 

Nach dem doch sehr schönen Tag gestern heute wieder: REGEN!! Auf dem Handy sehe ich, dass wir mitten drin sind in einem Regengebiet, was sich richtig schön in Europa breit macht, und man könnte denken, mit Zentrum Amsterdam.

Naja, nicht zu ändern. Wir wollen jedenfalls weiter - 4 Tage Amsterdam reichen uns, vor allem bei dem Wetter. Es ist kalt und ungemütlich. Wir wollen in den Süden. Also Toilette noch schnell entsorgt, Frisches Wasser aufgefüllt, Stellplatz bezahlt, und um 11 Uhr geht die Reise weiter Richtung Brugge in Belgien.

Da es unterwegs keine netten Stellplätze gibt und wir auch doch mal ein paar Kilometer machen wollen, entscheiden wir uns, trotz des miserablen Wetters, die 270 km bis Brugge auf der Autobahn zurückzulegen. Ich bin auf alles gefasst.

Es fährt sich eigentlich furchtbar. Es ist unwahrscheinlich boeig, der Regen prasselt gegen die Wände und Scheiben und jeder LKW, der uns überholt, erzeugt erst einen Druck, der uns wegschiebt und dann einen Sog, der uns ranzieht... Auf der (teilweise vierspurigen) Autobahn: Wasser, Wasser, Wasser...

Am Ende ist es aber nie wirklich kritisch und wir kommen wohlbehalten gegen 16 Uhr in Brugge an - mit einer Pause auf der Autobahnraststätte, wo wir uns was zu essen kochen.

Ich hab allerdings Muskelverspannungen vom Lenken... und Edda wird im Traum wohl auf imaginären Windboen fliegen... Ich sah schon vor meinem inneren Auge: Edda und ich - die Gladiatoren, wir gegen den Rest der Welt und alle Naturgewalten!

An dem Abend in Brugge kochen wir noch etwas und lassen dem Tag dann seine Ruhe. Draußen sind nur 10°C und es regnet.

 

 

unsere heutige Fahrstrecke (ca. 270 km)
Stellplatz Amsterdam (GPS: 52.363611,4.772492)-Stellplatz Brugge (GPS: 51.196389,3.226667):

 


 

 

 

 

 

 

Montag, 14.10.2013

 

Nach dem Frühstück laufen wir von unserem Stellplatz aus nach Brugge rein. Es ist nicht weit, allerdings hat Edda immer noch ihre Ischias-Beschwerden und laufen ist eher unangenehm. Außerdem, - na, wer weiß es? - es regnet! Brugge ist eigentlich sehr, sehr schön. Fast alles aus dem Mittelalter ist hier erhalten, unzerstört:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei schönem Wetter sicher einen Tag mehr wert, aber so macht es einfach keinen Spaß.

Zumindest gönnen wir uns ein (einfaches) Frühstück mit Kaffee in einem sehr netten kleinen Café an einem Marktplatz. Wir können halb überdacht sitzen (ähnlich wie im Gleis 6 in dem Gang)-mit Heizstrahler(!), essen, lesen, rauchen und ... über ein freies WLAN-Netz mit dem Handy mal wieder ins Internet... (Edda meint ja, das sei meine Lieblingsbeschäftigung! Ich weiß nicht ;-))

 

Das Café: 

 

 

 

 

Auf dem Fußweg nach Brugge rein haben wir einen Waschsalon entdeckt und ich fahre dann später noch mit dem Fahrrad dorthin, um Wäsche zu waschen, während Edda im Wohnmobil kocht.

 

 

 

Dienstag, 15.10.2013

 

Gegen 11 Uhr brechen wir in Brugge auf, um weiterzufahren. Da wir ziemlich schnell hier losmüssen - bis 11 Uhr zahlt man für die letzte Nacht, bleibt man länger als 11 Uhr, muss man eine zweite Nacht bezahlen - trinken wir nur Kaffee, packen alles zusammen und fahren nur ca. 25 km bis Oostende, um dort, sagen wir mal, zu frühstücken und einen ersten Blick auf das Meer zu werfen:

 

 

 

Dann fahren wir weiter Richtung Calais - kurz dahinter  gibt es einen Stellplatz, den wir ansteuern.

Ca. 6 km vor dem Stellplatz dann dieser tolle Ausblick von der Straße aus:

 

 

Ganz hinten sieht man das Meer. Wir fühlen seit langer Zeit mal wieder die Sonne in unserem Gesicht und freuen uns über etwas mildere Temperaturen.

Wir haben übrigens nicht mitbekommen, wann wir Begien verlassen und Frankreich erreicht haben.

 

 

 

unsere heutige Fahrstrecke (ca. 145 km)
Stellplatz Brugge (GPS: 51.196389,3.226667)-über Stellplatz Oostende (GPS: 51.236114,2.935731)-Stellplatz Wissant (GPS: 50.886629,1.669922):

 


 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 16.10.2013

 

Wie jeden Morgen werden wir mit Frühstück und Kaffeetrinken gegen 11 Uhr fertig und verlassen auch diesen Stellplatz. Und wer hätte es gedacht: es regnet!

Weiterfahrt also wieder mal im Regen. Nicht schön! Ziel ist allerdings erstmal, irgendwo eine französische Gasflasche aufzutreiben, damit wir endlich mal die Heizung anschmeißen können. Das haben wir bisher nicht getan, da wir nur die EINE deutsche Flasche beihaben... Wir fahren zu einer Total-Tankstelle. Dort stehen auch Gasflaschen draußen. Ich (völlig unfranzösisch) habe mir aus dem Wörterbuch aus ein paar französischen Wörtern den Satz: "Ich möchte gern eine Propangasflasche mieten" zusammengebastelt, und falls ich eine bekomme und Hilfe beim Anschließen der Flasche brauche, noch den Satz "Können Sie mir bitte helfen?"...

Naja, wir also in die kleine Total-Tankstelle. Ein netter junger Mann hinter dem Tresen. Wir stehen vor ihm, wir alle lächeln uns unbeholfen an und dann hol ich meinen Zettel raus und lese in gebrochenem Gewollt-Französisch vor: "Sil vous plait, je voudrais louer la bouteille de propane gaz." Er lächelt nett und gibt uns zu verstehen, dass er solche Gasflaschen nicht hat. Er fragt uns, ob wir englisch können (naja, etwas besser als französisch ;-)) und erklärt uns auf englisch, dass die Straße runter auf der rechten Seite ein Intermarché ist, wo wir einen Gasflasche bekommen können. Wir alle lächeln, wir verabschieden uns "merci, au revoir" und wollen losfahren. Ich will gerade durch die Tankstelle fahren, da ruft Edda "warte" - der nette junge Mann kommt raus, gibt uns zu verstehen, dass es sehr eng ist (was ich auch schon gesehen habe) und dirigiert uns raus. Geschafft hätten wir das auch so, aber diese freundliche Hilfsbereitschaft zu erfahren ist schön.

Am Intermarché lesen wir, dass der Schalter erst um 14 Uhr wieder öffnet. Also setzen wir uns ins Wohnmobil und lesen - es ist noch ne dreiviertel Stunde bis 14 Uhr.

Dort hilft uns dann auch jemand - nicht ganz so super nett, aber immerhin, und wir sind froh, dass wir endlich die ersehnte Gasflasche haben.

Mit der Gasflasche fahren wir nun direkt zum nächsten Stellplatz in Equihen-Plage. Dort stehen wir das erste Mal direkt oberhalb des Meeres und haben einen phantastischen Ausblick:

 

 

Es regnet und regnet und regnet und regnet!

Zum Abend hin tut sich über dem Meer allerdings der Himmel auf und wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang:

 

 

vorher - in Regenpausen - gehen wir mal kurz vor die Tür: es ist mild, aber eben sehr, sehr stürmisch:

 

 

 

 

der kleine Strich rechts im Bild ist Edda...

 

 

Am Abend dann bei kuschligen Temperaturen im Wohnmobil machen wir "Wäsche" und legen uns ne (Schokoladen-)Maske auf:

 

 

 

 

unsere heutige Fahrstrecke (ca. 35 km)
Stellplatz Wissant (GPS: 50.886629,1.669922)-Stellplatz Equihen-Plage (GPS: 50.679934,1.568427):

 


 

 

 

 

 

Donnerstag, 17.10.2013

 

Gegen halb 10 klopft ein netter Polizist an unsere Tür und kassiert 5 € für die Nacht ab. Er marschiert noch über den Platz und macht hier und da ein Pläuschen mit anderen Wohnmobilleuten.

Wir packen dann wieder alles zusammen, entleeren Klo und Abwasser und fahren weiter zum nächsten Stellplatz - Cayeux-sur-Mer ist das Ziel.

Hier angekommen, scheint die Sonne und es ist mild:

 

 

Es ist ein schöner, großer, ruhiger Platz. Wir gehen dann auch bald die ersten Schritte Richtung Meer und sehen dies:

 

 

 

 

 

der Blick von der Düne zurück zum Wohnmobil:

 

 

Dann schneide ich Edda noch die Haare - es ist einfach draußen so schön! Wir sind froh, endlich mal mehr Zeit an der frischen Luft als im Wohnmobil zu verbringen.

 

Es grüßen euch die beiden Ausreißer - endlich Wetter für ne Moods von Holger:

 

 

 

 

 

unsere heutige Fahrstrecke (ca. 85 km)
Stellplatz Equihen-Plage (GPS: 50.679934,1.568427)-Stellplatz Cayeux-sur-Mer (GPS: 50.202898,1.526204):

 


 

 

[Stephanie]

 

 

 

 

 

Dienstag, 29.10.2013

 

Lange haben wir nichts von uns hören lassen, hier nun also wieder neue Eindrücke unserer Reise.

Seit unserem letzten Eintrag von Cayeux-sur-Mer bis heute sind wir ca. 1300 km durch die Normandie und die Bretangne gefahren, ungefähr so (heute sind wir in Beauvoir-sur-Mer angekommen):

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Am 18.10. sind wir also in Veulettes-sur-Mer angekommen. Ca. 6 km vor unserem angepeilten Stellplatz kamen wir noch an einem Atomkraftwerk vorbei... Erst haben wir dies gar nicht richtig als Solches erkannt, aber es war schon eindeutig. Ein Hoch-Hoch-Hochsicherheitstrakt... Hier aber unser erster Eindruck dann vom Zielort:

 

 

 

Hier der Blick Richtung Steilküste (Wohni ist auch auf dem Bild..):

 

 

 

 

Es hat viel geregnet in unseren ersten Tagen und nun auch schon Wochen, jedoch hatten wir hier mal Glück mit dem Wetter. Wir waren also auch noch am Strand spazieren - einsam, denn die Gegend ist um diese Jahreszeit ziemlich verlassen - und haben die herrliche Steilküste in der Abenddämmerung erlebt:

 

 

Im Wohnmobil dann wird gekocht. Edda sucht sich zusammen, was in die Pfanne bzw. den Topf soll und guckt auf einmal um die Ecke und meint: " Ick wes nich, ob dat jut war, kurz vorm Atomkraftwerk noch Möhr'n zu koofen. Ick meen, schau dir det doch ma an, dann weeste, wat ick meene."

 

 

links noch Biomören aus Holland, rechts Möhren aus kurz vor Veulettes-sur-Mer...

 

 

 

Am 19.10. dann fuhren wir weiter Richtung Etretat. Ich wollte unbedingt den Felsen sehen, der Etretat so berühmt macht. Claude Monet hat nämlich herrliche Bilder davon gemalt. Es ist ein Felsen der Alabasterküste.

Da hier jetzt kein Bild erscheint, ahnt ihr es sicher... Wir waren zwar da, aber erstens gab es nirgends in diesem Ort Nahe der Küste eine Möglichkeit für uns, mit Wohnmobil zu parken - das soll uns auch in den kommenden Tagen immer mal wieder passieren: 2 m hohe Durchfahrtsbalken verhindern die Durchfahrt für uns. Wohnmobile sind hier mancherorts anscheinend wenig erwünscht.

Zweitens regnete es wie aus Eimern, so dass wir wahrscheinlich von der Küste und den Felsen eh nichts gesehen hätten. Aber hier doch noch ein Bild, so hätte es aussehen sollen, Schade, sehr schade:

 

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Weiter ging es dann, mehr durch Zufall, u. a. über den Pond du Tancarville, eine schöne große Hängebrücke...

 

 

... in Richtung unseres nächsten ausgesuchten Stellplatzes - so sollte es dort aussehen:

 

 

 

So sah es auch  aus: einsam, Sonne, herrlich über dem Meer. Nur Wiesen um uns. Und dann: wir wollen in der Kurve, die auf dem Bild zu sehen ist, wenden bzw. parken, da drehen plötzlich die Räder durch. Natürlich war nach all dem Regen alles so aufgeweicht, dass es völlig irrsinnig war, vom Weg abzufahren.

Ich schon die Schweißperlen auf der Stirn, - es war eh Zeit, irgendwo anzukommen, denn wir hatten schon ca. 160 km hinter uns und waren entsprechend groggy - etwas panisch, dass das schief gehen könnte. Natürlich völlig in der Wildnis.

Etwas über 3 Tonnen also hin- und hergeschaukelt... Immer wieder: vorwärts, zurück, vorwärts, zurück... Bis... ja, bis es endlich klappte und wir uns freigefahren hatten! Wir hatten genug für heute. Nur noch fahren und auf einem der ausgeschilderten Stellplätze zur Ruhe kommen...

Wir fanden dann auch im nächsten Ort, in Port-en-Bessin-Huppain, einen Platz, der ok war. Nach dem Essen wollten wir unbedingt noch raus an die frische Luft. Man merkt hier schon sehr, dass man mehr im Westen ist: die Sonne geht ca. ne halbe bis dreiviertel Stunde später unter (dafür morgens aber auch später auf... Aber das ist uns egal :-)

Am Hafen trauten wir unseren Augen kaum: Berge über Berge von Jakobsmuscheln... So was hatten wir beiden bisher noch nicht gesehen. Handtellergroß und größer:

 

 

 

 

 

Dann ein grandioser Sonnenuntergang und... der Mond:

 

 

 

Ein netter kleiner Hafen mit Restaurants und mehr - eine nette Atmosphäre. So war es nach Ärger und Strapazen ein versöhnlicher Tagesausklang für uns:

 

 

 

Am 20.10. dann wollten wir nach Tourlaville als Zwischenstop, dort hatte ich eine Schwimmhalle gefunden. Jedoch als wir ankamen, war diese geschlossen. Es sind Ferien in Frankreich... Naja, also weiter - es ist bereits 15 Uhr - Richtung Jobourg, im Norden der Normandie. Meistens führt uns Chantall nette kleine Straßen entlang, wo kaum mehr zwei Autos nebeneinander Platz haben, so auch diesmal: von der größeren Hauptstraße ab und entlang einer langen kleinen Straße immer Richtung Meer. Man sieht schon nur noch Horizont und weiß, gleich ist es soweit.

Wir finden auch tatsächlich einen wunderschön gelegenen Platz oberhalb der Küste, hier gibt es auch einen offiziellen (!) Parkplatz und ein kleines Restaurant. Es ist allerbestes Wetter, 16°C,  und wir haben einen supertollen Ausblick aus unserem Wohnmobil:

 

 

Von dem Aussichtsplatz hat man einen tollen Rundumblick, überall Wasser:

 

 

Wir sind in der Nacht die einzigen, die mit dem Wohnmobil hier übernachten. Schon am Abend beginnt es zu...  winden, sagen wir mal. Ich schlafe im Alkoven, Edda unten in der umgebauten Sitzecke. Öfters nachts nehmen wir "Kontakt" zueinander auf und vergewissern uns gegenseitig, dass es uns noch gut geht. Denn es stürmt draußen wie Sau. Es zerrt und reißt am Wohnmobil, volle Breitseite. Gegen 6 Uhr morgens, es ist noch stockfindert, entscheiden wir uns, das Wohnmobil wenigstens so zu stellen, dass der Wind auf die schmalere Seite trifft. Wir kochen den ersten Kaffee, an Schlafen ist nicht mehr zu denken, lesen und erwarten den Sonnenaufgang, zu dem wir dann frühstücken.

Obwohl der Platz so schön ist, wollen wir weg. Es ist zu stürmisch und für uns einfach viel zu unentspannt, wenn bei jeder Böe alles wackelt. Ich habe das Gefühl, seekrank zu werden.

 

Also fahren wir am 21.10. weiter Richtung Portbail. Dort kaufen wir drei, vier Lebensmittel ein und entscheiden uns aber auch zur Weiterfahrt, weil der Ort langweilig und menschenleer ist. Unterwegs sehen wir diese nette, leider kaputte Brücke:

 

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Am Ende wird es wieder eine lange Tagesetappe sein, denn wir beenden die Fahrt am Mont St-Michel.

220 km haben wir hinter uns, als uns Chantall, die instruiert ist, uns zu einem bestimmten Stellplatz zu führen, in die Irre führt, denn sie kennt sich nicht aus! Hier am Mont St-Michel wurde das ganze Straßen- und Wegenetz einschließlich Riesenparkplatzanlage neu angelegt und bis zu Chantall hat sich das noch nicht rumgesprochen.

Wir irren umher. Hier dürfen wir nicht reinfahren, dort nicht rausfahren, hier ausdrücklich nur Busse, dort nur ausdrücklich PKWs... Ich glaube, es ist fast 18:30 Uhr, wir ziemlich platt, als wir bei der zweiten oder dritten Runde ein Hinweisschild für einen Stellplatz finden. Den steuern wir nun an.

Er liegt etwas außerhalb und weiter entfernt vom Mont, aber das ist uns jetzt egal. Wir wollen ankommen.

Also fahren wir dort auf den Hof, einen nette Französin heißt uns auf deutsch willkommen und wir sind happy.

Es ist herrlich ruhig hier. Wir genießen das. Vor allem nach den stürmischen letzten Tagen. Wir wissen wohl beide schon, dass wir hier mindestens zwei Nächte bleiben wollen, damit mal etwas Ruhe in unsere Herumreiserei kommt.

Ich setze mich dann noch aufs Fahrrad und radle Richtung Mont. Es ist schon ein toller Anblick, der sich einem da bietet, umso näher man herankommt. Die tollen Schafe auf der großen, großen Wiese davor mussten natürlich auch mit aufs Bild:

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag dann sprechen wir beide aus, was wir gestern schon dachten: wir bleiben noch eine Nacht länger. Wir gehen spazieren, sehen einen Zaun vollgerankt mit Passionsblumen (Blüten + Früchte):

 

 

 

Dann lesen wir draußen und faulenzen einfach:

 

 

Am nächsten Tag wollen wir dann auch rauf! Rauf auf den Mont. Wir fahren von unserem Stellplatz runter und im Riesenlabyrinth des Parkleitsystems, ca. 3 km weiter, auf den Besucherparkplatz vom Mont St-Michel.

Da der Damm vom Festland zum Mont abgebrochen und durch eine Brückenzuführung ersetzt werden soll (damit der Mont wieder eine richtige Insel ist), gibt es den Besucherparkplatz auf dem Damm nicht mehr, sondern dafür diesen Riesenparkplatz auf dem Festland. Von hier wird man im Bus kostenlos zur Insel gebracht.

 

 

Es ist schon sehr nett. Kleine Gassen suchen sich ihren Weg nach oben:

 

 

Wir trinken jeder einen Kaffee für 4 Euro :-), genießen die Sonne und den wunderbaren Ausblick...

Wir suchen uns Nischen für ein Zigarettenpäuschen, beobachten Spatzen und Tauben auf den Dächern... So eher ist unser Aufenthalt hier. Wir gehen nicht in die Abtei. Es kostet extra (zu den 20 €, die der Parkplatz schon kostet) und wir sind grad viel lieber draußen als drinnen. So genießen wir lieber den Moment und lassen unsere Blicke schweifen:

 

 

Am Nachmittag des 23.10. fahren wir dann weg vom Mont St-Michel - noch ein Stückchen Chantalls geliebte "kleine Wege", bis wir in Le Vivier-sur-Mer ankommen. Ein kleiner Stellplatz an der Straße, aber mit einem atemberaubenden Ausblick:

 

 

Es ist Ebbe und wir gehen etwas im zurückgebliebenen Schlick spazieren. Hier, das ist die Austernwelt schlechthin. Man findet die übriggebliebenen Muscheln der Austern zu Hauf im Sand und die Cancale-Austern sollen legendär im Geschmack sein.

 

 

Am 24.10. dann geht die Reise weiter Richtung St-Malo. Hier wollen wir uns die als Halbinsel vorgelagerte Altstadt ansehen. Wir finden sogar einen Parkplatz und der liegt fast am Meer. Wir laufen also los und vor uns tut sich ein toller Anblick auf: ein irre großer, weiter Strand - auf den Bildern nicht wiederzugeben...

Wir fühlen uns gut, diese Weite (mitten in einer Stadt) macht etwas mit einem. Es ist Lebensfreude pur:

 

 

 

 

 

 

Damit ich auch mal auf einem Bild drauf bin (und die tolle Palme natürlich), nimmt mir Edda die Kamera aus der Hand: "komm, stell dich mal da hin..." - und da stehe ich:

 

 

 

Dann laufen wir und laufen wir, haben langsam Hunger. Setzen uns draußen in ein Lokal. Wir wollen sowieso fast schon wieder aufstehen, weil wir nicht bedient werden, da kommt die Kellnerin (nach gefühlten 30 min), bringt uns die Karten - aber nur Eis und Getränke. Als sie wiederkommt und ich ihr auf der Standtafel die Muscheln zeige, meint sie, es gibt kein warmes Essen mehr - es ist ca. 15 Uhr...

Naja, wir schon fußlahm und vor Hunger... - grrrhhhh!! - etwas unlustig, gehen in ein anderes Lokal. Hier bestellen wir marinierte Muscheln und lassen es uns richtig schmecken:

 

 

Zurück laufen wir wieder am Meer entlang - diesmal oberhalb der Kaimauern, genießen ein letztes Mal die Blick und das vereinzelte Treiben der Menschen am Strand und gehen Richtung Wohnmobil. Unterwegs suchen und finden wir noch eine Post und fahren dann weiter, um einen Schlafplatz für die kommende Nacht zu haben.

Es soll St-Cast-le-Guildo sein und wir werden überrascht durch einen wundervollen Platz.

Als wir ankommen, ist grad Ebbe und man sieht die Austernbänke:

 

 

Auch hier ist es windig, aber es hält sich in Grenzen. Wir können gut schlafen, haben am nächsten Morgen super Wetter, es ist absolut ruhig hier. Wir trinken auf dieser Bank unseren ersten Kaffee und haben diesen Ausblick dabei:

 

 

 

 

Wir gehen dann noch etwas spazieren:

 

 

 

Da es hier so schön ist, bleiben wir noch eine Nacht länger.

Wir waschen ein paar Sachen durch, lesen, kochen und haben abends dann einen superschönen Sonnenuntergang:

 

 

 

Am 26.10. dann reisen wir hier ab und steuern als Zwischenziel Cap Frehel an. Hier soll man eine tolle Aussicht haben.

Wir haben schönstes Wetter, es ist warm und der Abstecher hat sich gelohnt. Riesige rötliche Felsen, teilweise mit Moosen und kleinen Flechten bewachsen:

 

 

Die Höhe der Felsen kann man einfach auf einem Foto nicht wiedergeben. Es ist umwerfend.

 

 

Unterwegs dann tun sich manchmal plötzlich hinter einer Straßenkurve solche Blicke auf:

 

 

Bei diesem Wetter macht es mir riesig Spaß zu fahren. Immer wieder gibt es neue Blicke, Einblicke, Ausblicke.

 

 

Unsere floristische Edda hat sich jetzt drei Wochen zurückgenommen, bis es dann plötzlich kein Halten mehr gab. Wir kommen auf der Straße um einen Ecke und eine mindestens 20m lange Hortensien-Hecke lacht uns an.... Edda schreit: "halt mal an, halt mal an!" Ich rechts ran, Edda raus und freudig strahlend 5 min später mit zwei vollen Beuteln zurück. Alles hängt nun in unserem Bad:

 

 

Gestern kamen noch mal einige blaue Hortensien dazu.

Wir haben unseren Duschvorhang rausgerissen und entsorgt. Er hing an kleinen Häkchen, die sich in einer Führungsschiene an der Decke befinden, und mit denen man den Vorhang einmal im Kreis um sich herum zuziehen konnte.

Die Häkchen hat Edda jetzt zur freien Verfügung. Dort werden wohl bald überall Hortensien dranbammeln...

Naja, hauptsache, ich kommen noch aufs Klo...

 

 

 

 

Am 27.10. fahren wir weiter nach Locquemeneau. Hier stehen wir wieder an einer Bucht und haben tollen Ausblick. Kurze Zeit nach unserer Ankunft ist Ebbe und alle Boote, die eben noch in dieser Bucht im Wasser lagen, liegen nun auf dem Trockenen.

Wir kochen, es wird eine Stunde früher dunkel, es zieht Sturm auf. Wir fahren das Wohnmobil noch mal ein paar Meter weiter vor, damit es eventuell etwas geschützter hinter einer Hecke steht. Später zeigt sich, es stürmt von überall her und es gibt faktisch keinen geschützen Platz... Das Wohnmobil wackelt und wackelt...

Dann später am Abend, es ist uns nicht geheuer, stellen wir das Wohnmobil doch noch mal um: in eine Nische, die von kleinen Hecken umzingelt ist - gleich neben den Mülltonnen!! Wir fühlen uns etwas besser, aber die Nacht wird anstrengend. Ich ziehe zu Edda in die umgebaute Sitzecke - gemeinsam lässt es sicher besser bangen und bibbern... Außerdem wackelt der Alkoven so stark, dass mein Gleichgewichtsorgan nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.

Früh um 6 Uhr ist die "Nacht" zu Ende. Wir machen Kaffee und wollen eigentlich nur noch einen Platz ohne Wind finden - fast egal, wo.

Wir entscheiden uns, die Bretangne auf schnellstem Weg zu verlassen, obwohl ich es irgendwie bedauere. Es gibt hier so viele schöne Ecken!!! Aber es bringt nichts. So sind die Nächte einfach zu unerholsam.

Also fahren wir weiter Richtung Süden - einmal quer durchs Landesinnere - in den südlichen Teil der Bretagne.

Nachdem wir ein paar Stellplätze angefahren sind, die entweder noch zu stürmisch waren, oder wo es gar keine Stellplätze mehr gab, fahren wir noch ein Stück und bleiben die Nacht auf einem Parkplatz an der Straße - geschützt von Bäumen finden wir hier mal wieder mehr Ruhe zum Schlafen.

 

 

Heute morgen dann, es ist der 29.10., fahren wir Schnellstraße und schaffen etwa 160 km, bis wir an der Loire eine Pause machen und Mittag essen. Hier ist es eigentlich sehr schön, aber es gibt weder Wasser (zum Auffüllen unseres Tanks), noch kann man Abwasser loswerden oder die Toilette entsorgen. Also fahren wir noch ein kleines Stück weiter und sind nun in einer kleinen Stadt: Beauvoir-sur-Mer. Es ist fast windstill, wir haben Wasser abgezapft und werden nun noch etwas in die kleine Stadt laufen. Ein Waschsalon wär auch mal wieder nett - vielleicht finden wir einen.

 

Seid alle lieb gegrüßt. Macht euch keine Sorgen, Sturmtief Christian hat uns zwar genervt, aber uns geht es gut!

 

 

 

[Stephanie]